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der FF Wiesbaden-Biebrich |
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| Gutachter muss die Ursache klären | ||
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Bolzen der Dachkonstruktion über der
OBI-Heimtierabteilung brachen ab / Glück im Unglück
Veröffentlicht im "Wiesbadener Kurier" am 09. September 2003 Wiesbaden. Glück im Unglück hatten Kunden und Mitarbeiter, als gestern Morgen im OBI-Baumarkt Teile des Hallendachs einstürzten. Nur ein Mitarbeiter wurde im Gesicht leicht verletzt. "Wir haben Riesenschwein gehabt." Mit diesem Satz fasst Harald Hagen, Chef der Wiesbadener Feuerwehr, zusammen, was auch anderen Betrachtern in den Sinn kommt beim Blick auf die Trümmer. "Wenn das ein paar Stunden später passiert wäre. Oder an einem Samstag . . .." Hagen erspart sich den Rest des Satzes. Mit einem Leichtverletzten endete der Einsturz glimpflich. Rund 40 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr rückten um 7.24 Uhr aus, dazu ein Großaufgebot an Rettungswagen. Vorsorglich alarmiert wurden 40 Helfer der Freiwilligen Feuerwehren Biebrich und Schierstein. Auf einer Fläche von 15 mal 30 Metern war das Dach eingestürzt, Stahlträger und Blechteile waren in die Heimtier- und Aquaristikabteilung gekracht. Dabei wurde auch die Sprinkleranlage abgerissen, im gesamten Hallentrakt entstand laut Feuerwehr beträchtlicher Wasserschaden. Schätzungen sprechen von rund 400 000 Euro Gesamtschaden. Die Umsatzeinbuße pro Tag allein wird mit rund 85 000 Euro angegeben. Auf rund 100 000 Euro wird der Schaden am Dach beziffert, auf 170 000 Euro der Schaden in der Aquaristik. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet, wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und der Baugefährdung. Nach den bisherigen Ermittlungen sind die Bolzen, mit denen die Stahlträger samt Blechdach an der Betonwand befestigt sind, abgeschert. Doch warum? Ein Institut aus Darmstadt betreibt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Ursachenforschung. Nur an den Längsseiten hängen die Stahlträger an Bolzen, sonst liegen sie auf dem Beton auf. Drei der 18 Zentimeter dicken Träger, jeder mit zwei Bolzen befestigt, sind eingestürzt. "Wenn ein Bolzen reißt, dann reißt auch der zweite. Wenn ein Träger fällt, dann kommt auch der nächste runter", beschreibt Gert van Bracht, Leiter des Prüfamtes für Baustatik bei der Stadt, die Kettenreaktion. Möglicherweise kann das Gartencenter, das eine andere Dachkonstruktion aufweist, heute bereits öffnen. Die große Halle hingegen soll aus Sicherheitsgründen vorerst gesperrt bleiben. "Bevor wir nicht wissen, warum das Dach eingestürzt ist, bleibt die Halle geschlossen", sagt van Bracht. Denkbar ist aber, dass der Betrieb unter bestimmten Auflagen, etwa durch den Einbau zusätzlicher Stützpfeiler, weiter geführt werden kann. Da die Sprinkleranlage beschädigt wurde, müsste OBI zur Gewährleistung des Brandschutzes Mitarbeiter abstellen sowie zusätzliche Feuerlöscher bereit halten. Am Abend meldete OBI, dass der Markt am Dienstag bis auf einen gesperrten Teil von 1500 Quadratmetern geöffnet werden könnte. "Die Sicherheit steht aber absolut im Vordergrund", betonte OBI-Sprecherin Johanna Meessen. Der Markt wurde Ende Juni 2002 eröffnet. Zwei Firmen aus Wiesbaden und Hamm hatten OBI für den Tag der Eröffnung mit einer Demonstration gedroht. Die Firmen warten nach eigener Schilderung auf über 220 000 Euro, zu bezahlen für Erdarbeiten. OBI sieht sich nicht in der Pflicht, da man nur Mieter ist. Eigentümer ist die in München ansässige Firma Erco, die aber mit dem Bau nichts zu tun hat. Sie hat gekauft von der Wiesbadener M+V Bär GbR, die den Markt projektierte und bauen ließ. Die Bär GbR verweist in Sachen Außenstände an den von ihr beauftragten Generalunternehmer, die Beton-, Tief- und Hochbau GmbH (BTH) mit Sitz im sächsischen Schwarzenberg. Dort aber ist nichts zu holen, BTH steckt im Insolvenzverfahren. Längst Pleite ist gar die Nobocon GmbH, die im Auftrag des Generalunternehmers BTH die Erdarbeiten abwickelte. Wolfgang Degen |
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