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der FF Wiesbaden-Biebrich
   
OB Diehl: Freiwillige Feuerwehren zukünftig verstärkt im Einsatz 
 

Mehr als 570 freiwillige Feuerwehrleute sind in 20 Standorten innerhalb des Stadtgebietes aktiv und unterstützen die Berufsfeuerwehr bei Einsätzen. Im Durchschnitt der vergangenen Jahre
waren die Wiesbadener Feuerwehren zwischen 3.000 bis 3.500 Mal im Einsatz, um Menschen zu retten oder vor Schaden zu bewahren.

"Die Freiwilligen Feuerwehren bilden eine wesentliche und unverzichtbare Stütze für die Gefahrenabwehr in Wiesbaden. Um wirksame Hilfe leisten zu können, ist eine umfangreiche Ausbildung erforderlich und es muss ständig geübt werden. Das erfordert ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Engagement, das wir nicht hoch genug schätzen können", stellt Oberbürgermeister Hildebrand Diehl fest. Deshalb sei es eine wichtige Aufgabe, die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren zu sichern.

"Aber gerade das Ehrenamt leidet unter den gesellschaftlichen Entwicklungen. Immer weniger Menschen sind bereit, sich für andere einzusetzen. Dieser Trend geht auch an den Freiwilligen Feuerwehren nicht vorbei. Deshalb habe ich den Leiter der Berufsfeuerwehr, Harald Hagen, und den Stadtbrandinspektor der Freiwilligen Feuerwehren, Gerhard Beil, in Abstimmung mit dem Kreisfeuerwehrverband Wiesbaden beauftragt, ein Projekt für die Freiwilligen Feuerwehren zu starten. Gemeinsam wird in Arbeitsgruppen ein Zukunftsmodell entwickelt", erläutert der Oberbürgermeister.

Ziel, so der OB, ist die verstärkte Einbindung der Freiwilligen Feuerwehren in das Einsatzgeschehen zur Förderung der Motivation der Helfer. Je nach Tageszeit und Verfügbarkeit von Einsatzkräften werden möglichst schnell die Alarmpläne so umgestellt, dass die Freiwilligen Feuerwehren in ihren Ortsteilen stärker als bisher Aufgaben übernehmen und im Ortsbereich bei Einsätzen präsent sind. Dies gilt insbesondere auch für Einsätze, die der allgemeinen Hilfe zugeordnet sind wie Verkehrsunfälle, Wasserschäden, Beseitigung von Ölspuren und Einsätzen auf der Autobahn. Außerdem werden Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren künftig verstärkt in der "Technischen Einsatzleitung" bei Großeinsätzen mitarbeiten. Damit erhalten sie die Gelegenheit, auch Stabsarbeit zu leisten und Hand in Hand mit den Führungskräften der Berufsfeuerwehr Einsätze zu leiten. Weiterhin wird eine Planungsgruppe für Übungen künftig alle Freiwilligen Feuerwehren auch Übungsszenarien ausarbeiten, deren Organisation und Durchführung für einzelne Freiwillige Feuerwehren zu aufwändig wäre. "Durch die Erweiterung des Einsatzspektrums, die stärkere Beteiligung und verbesserte Übungsmöglichkeiten, soll der Dienst in der Feuerwehr vielfältiger werden und die Helfer noch mehr als bisher motiviert werden", macht der Leiter der Berufsfeuerwehr, Harald Hagen, deutlich, der auch darauf hinweist, dass der Anteil von Frauen in den Feuerwehren gefördert werden soll.

Das von den Experten ausgearbeitete Konzept befasst sich auch mit der zukünftigen Ausstattung der Freiwillige Feuerwehr mit Fahrzeugen und Gerätschaften. Da insbesondere der Bund die Förderung der Freiwilligen Feuerwehren für Aufgaben im so genannten erweiterten Katastrophenschutz faktisch für die Brandbekämpfung eingestellt hat, fehlen in der Zukunft Fahrzeuge. Um die Einsatzkräfte in Wiesbaden weiter angemessen auszustatten, sind Änderungen im Fahrzeugkonzept geplant. Hierbei sind flexible Fahrzeuge für Logistikaufgaben (Personal- und Gerätetransport) angedacht, die je nach Gefahrenlage entsprechend besetzt und bestückt werden können.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Verstärkung der Jugendarbeit in den Freiwilligen Feuerwehren. "Es gilt - besonders vor dem Hintergrund der geburtsschwachen Jahrgänge - die Mitwirkung von Jugendlichen in der Feuerwehr zu fördern und den Dienst noch interessanter und vielseitiger zu gestalten. Neben den feuerwehrspezifischen Angelegenheiten, soll dabei auch auf die sonstigen Interessen von Jugendlichen verstärkt eingegangen und das Angebot an Sport, Unterhaltung und besonderen Veranstaltungen erweitert werden", kündigt Stadtbrandinspektor Gerhard Beil an.

"Wir haben in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht, schon frühzeitig in Kindergärten und Schulen mit der Brandschutzerziehung zu beginnen. Hier lernen Kinder, mit Brandgefahren umzugehen, bei Gefahren sich richtig zu verhalten und Notrufe an die Feuerwehr abzusetzen. Gerade die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, die ja einen hohen örtlichen Bezug zu den Einrichtungen haben, können hier wertvolle Arbeit leisten, in die wir sie zukünftig gerne einbinden", macht Diehl abschließend deutlich.

Quelle: Offizieller Pressedienst der Landeshauptstadt Wiesbaden / 16.02.2006

   
     
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