![]() Tipps zum Brand- und Selbstschutz |
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| Wenn ein Mensch in Flammen steht! | ||
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(hf) Sollte die Kleidung einer Person zu
brennen beginnen, kann schnelle Hilfe für den Betroffenen lebensrettend
sein. Wenn bei Kleinkindern nur zehn Prozent der Körperoberfläche
verbrannt sind, kann dies lebensbedrohend sein. Bei Erwachsenen liegt
dieser Wert bei rund fünfzehn Prozent. Personen, deren Kleidung Feuer gefangen hat, versuchen meist panikartig fortzulaufen. Vordringliche Aufgabe sollte es daher sein, sie daran zu hindern. Durch das Laufen wird der brennenden Kleidung neuer Sauerstoff zugeführt und die Flammen werden somit weiter entfacht. Im Ergebnis führt dies zu noch großflächigeren Verbrennungen. Die Kleidung muss schnellstmöglich gelöscht werden. Dies kann auf verschiedene Art und Weise geschehen. Die beste Variante wäre - sofern vorhanden - die Kleidung mit Wasser zu löschen. Eine ebenso gute Möglichkeit ist es, den Betroffenen mit einer Decke, einem Teppich oder einem feuchten Tuch rasch einzuwickeln und die Flammen somit zu ersticken. Auch Feuerlöscher sind geeignet brennende Kleidung abzulöschen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass das Löschpulver mit sehr hohem Druck aus dem Feuerlöscher austritt. Dies kann, insbesondere im Gesicht, zu zusätzlichen Gefährdungen führen. Außerdem führt das Löschpulver zu einer zusätzlichen Verschmutzung der Brandwunden. Das Feuer ist gelöscht, doch was jetzt tun? Nun geht es um die Erstversorgung der Brandwunden. Brandwunden sollten mindestens fünfzehn Minuten mit kaltem Wasser gekühlt werden, sofern es sich um keine offenen Wunden handelt. Hierbei wird aus den tieferen Hautschichten die vorhandene Restwärme entzogen und die Schmerzen für den Betroffenen gelindert. Als nächster Schritt muss die verbrannte Kleidung des Opfers entfernt werden. Die Wunden sollten dabei nicht berührt werden. Synthetische Stoffe, wie zum Beispiel Nylon oder Perlon, brennen sich in die Haut ein und verschmelzen mit ihr. Dieses Material an der Wunde nicht entfernen, sondern mit Hilfe einer Schere die Kleidung um die Wunde herum abschneiden. Anschließend sollte die Wunden möglichst keimfrei, am besten mit einem Brandwundenverbandtuch, bedeckt werden. Auf keinen Fall dürfen die altbekannten Hausmittel wie Mehl, Lebertran, Puder oder Öl auf die Wunde aufgebracht werden. Auch Brandsalben haben auf größeren Verbrennungen nichts zu suchen. Parallel zu all diesen Maßnahmen ist ein Notruf über die Telefonnummer 112 abzusetzen. Für weitergehende Informationen steht Ihnen die Biebricher Feuerwehr im Internet über die Anschrift www.ff-biebrich.de oder über die Telefonnummer 06 11 / 60 15 67 gerne zur Verfügung. Auch die Rettungsorganisationen helfen weiter: der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter Unfall Hilfe, das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter Samariter Bund und die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft bieten regelmäßig Kurse zur Erstversorgung von Verletzten an. |
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