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der FF Wiesbaden-Biebrich
   
Fasziniert von roten Autos
 
Jugendfeuerwehr Biebrich feierte zehnjähriges Bestehen

Veröffentlicht im "Wiesbadener Kurier" am 10. September 2003

Mit professionellem Löschgerät dem Feuer zu Leibe rücken - das wollen 24 junge Nachwuchsfeuerwehrmänner und -frauen in Biebrich. Die Jugendwehr besteht seit zehn Jahren und der Zulauf ist ungebrochen.

Die Teilnahme an regulären Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr Biebrich ist jedoch erst im Alter von 17 Jahren möglich. Bis dahin trainieren die Jugendlichen einmal wöchentlich und bereiten sich auf ihre aktive Zeit vor. "Ihnen wird in der Jugendfeuerwehr Biebrich das Grundwissen der ersten Hilfe vermittelt, außerdem durchlaufen die Jugendlichen eine feuertechnische Ausbildung und sie lernen den Umgang mit dem Einsatzgerät", erklärt der Jugendwart Sascha Gerhard.

Er steht nicht nur für die fachgerechte Ausbildung seiner Schützlinge. Die Jugendlichen unternehmen auch Freizeiten und Fahrradtouren. "Da sind wir wie alle anderen Jugendgruppen auch", sagt Gerhard. Die Jugendfeuerwehr nimmt außerdem an der Kerb der Gibber Kerbegesellschaft teil. Auch die Besichtigung der Berufsfeuerwehr Wiesbaden steht auf dem Programm. Zur Zeit trainiert die Jugendwehr für die so genannte "Leistungsspange", ein Abzeichen für den Feuerwehrnachwuchs. Getestet werden das Grundwissen über die Feuerwehr, der Umgang mit dem Löschgerät und die sportliche Fitness.

Die Nachwuchsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Biebrich besteht derzeit aus 24 Jugendlichen, vier davon sind Mädchen. Der Zulauf zu der Gruppe bleibt seit zehn Jahren ungebrochen. "Jungs sind nun mal von den roten Autos fasziniert", weiß der Jugendleiter, und ergänzt: "auch die Arbeit mit Feuer und Wasser ist spannend".

Mit Feuer hat der Nachwuchs allerdings noch wenig zu tun. "Das ist einfach zu gefährlich", erklärt der Übungsleiter. "Wir versuchen trotzdem, die Übungen so realistisch wie möglich zu halten", erzählt er. "Wir arbeiten mit Nebelmaschinen und speziell angefertigten Pressluftflaschen". Die Originalflaschen seien für die Jugendlichen noch zu schwer.

Mit 17 Jahren wechseln diese dann in die Einsatzabteilung. Nachdem sie erfolgreich die Grundausbildung absolviert haben, gehören sie dann fest zur Wehr. "Das freut unseren Wehrleiter besonders, wenn ich melden kann, dass ein Jugendlicher in die aktive Abteilung kommt", sagt Gerhard. Er hat selbst auch in der Jugendwehr angefangen. Seit seinem elften Lebensjahr ist er bei der Freiwilligen Feuerwehr Biebrich und somit seit der ersten Stunde der Jugendwehr mit von der Partie. Mittlerweile kümmert er sich als Jugendwart selbst um den Nachwuchs.

Die Freiwillige Feuerwehr Biebrich hat 60 Mitglieder. Die sind jährlich bei zirka 100 Einsätzen gefragt. Durch die Industrie in Biebrich ist die Freiwillige Wehr besonders gefordert. Schlägt dort ein Feuermelder Alarm, rücken auch sie aus. "In diesem Jahr hatten wir schon 79 Einsätze", stellt Gerhard fest. Er schiebt die hohe Zahl auf die heftigen Regengüsse im Frühjahr: "Dieses Jahr hatten wir schon viele voll gelaufene Keller, die wir leer pumpen mussten."

Katja Christ

   
     
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