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der FF Wiesbaden-Biebrich
   
Bei Gefahr ist Verlass auf sie
  
Biebrichs Freiwillige Feuerwehr seit 150 Jahren / Bürger sagen Dank

Veröffentlicht im "Wiesbadener Tagblatt" am 7. Mai 2001

Mit einem akademischen Festakt, an dem Vertreter des Landes, der Stadt sowie Abgesandte von Institutionen, Vereinen und Verbänden teilnahmen, ist in der Rotunde des Biebricher Schlosses das 150-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Biebrich gefeiert worden. Ein Jubiläum, das zu den großen Jahresereignissen in Biebrich zählt.

So ließ es sich denn auch keiner der vielen Festredner nehmen, darauf hinzuweisen, dass die am 5. November 1851 gegründete, damals 298 Mann starke Truppe zu den ersten und damit ältesten Feuerwehren Deutschlands gehört. Nur noch Berlin, so bemerkte der Leitende Branddirektor und Leiter der Wiesbadener Berufsfeuerwehr, Harald Hagen, verfüge über eine 150-jährige Freiwillige Feuerwehr. „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr", lautet in Biebrich seither das Motto in Brand- und anderen Notfällen.

Dessen bewusst, so erklärte Wehrführer Günter Becker, habe man sich über alle historischen Höhen und Tiefen der vergangenen 150 Jahre hinweg als ein unentbehrlicher, zuverlässiger Helfer in Not und Gefahr erwiesen. „Unentgeltlich, selbstlos, hilfsbereit und tapfer", wie Willi Döbbemann, Leitender Branddirektor a. D., in seiner Festansprache erklärte, übernehmen die derzeit aktiven 55 Männer und vier Frauen die verantwortungsvolle Aufgabe, Mitmenschen zu helfen, Hab und Gut zu schützen und zu retten.

Harald Hagen erwähnte die gute Zusammenarbeit und die große Zahl gemeinsamer Einsätze im vergangenen Jahr, von denen der Brand im benachbarten Industriepark Kalle-AIbert der wohl spektakulärste war. Wiesbadens Oberbürgermeister und Feuerwehrdezernent Hildebrand Diehl übermittelte Dank und Anerkennung im Namen des Wiesbadener Magistrats. Er würdigte die außergewöhnliche ehrenamtliche Einsatzbereitschaft von Männern und Frauen, die „im wahrsten Sinne des Wortes für andere durchs Feuer gehen", und das in einer Zeit, in der die Bereitschaft zum gesellschaftlichen Engagement eher rückläufig sei.

Eine Reihe von Beförderungen und Ehrungen beschloss die Festveranstaltung. So erhielten Michael Traisbach die Goldene und Peter Puppe die Silberne Ehrenmedaille des Nassauischen Feuerwehrverbandes und Udo Lahmer das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande. Ehrenwehrführer Willi Hoffmann wurde für 50-jährige Mitgliedschaft gedankt. Mit würdigem Männergesang unter Leitung von Chikako Nagaya umrahmten der Biebricher MGV Fidelio, der MGV 1841 Rheingold und das Männerquartett Nordend 1910 das Programm. Die beiden letzteren bewiesen am Schluss, dass Verdis Trinklied aus „La Traviata" nicht nur Startenören aus vollen Kehlen klingt. Grund zum fröhlichen Anstoßen gab es für die Freiwilligen Feuerwehrleute danach allemal.

   
     
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